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SPAM.

Was genau ist "SPAM" nun eigentlich?
"SPAM" ist eine Sammelbezeichnung für unverlangt zugestellte, unerwünschte und belästigende Nachrichten in Form von Mails oder Postings im Usenet.
Spam
Der Name "SPAM" ist dem bekannten amerikanischen Dosenfleisch SPAM (Spiced Porc and Ham) der Firma Hormel Foods entliehen und gelangte wohl durch die Verwendung in einem Monty-Python Sketch, der SPAM zum Synonym für ein jede Kommunikation verhinderndes Informationsrauschen machte, zu seiner heutigen Bedeutung.


Man unterteilt SPAM in folgende Gruppen:

  • UBE (Unsolicited Bulk E-Mail) d.h. Unerbetene Massen-Mail w.z.b. Kettenbriefe und Hoaxes (sinnfreie Virenwarnungen).
  • UCE (Unsolicited Comercial E-Mail) d.h. Unerbetene kommerzielle Mail, i.d.R. Werbung.
  • durch Viren initiierte Massen-Mails.
  • EMP (Excessive Multi-Posting) im Usenet. Dabei wird ein Artikel in mehreren Kopien ins Usenet gestellt.
  • ECP (Excessive Cross-Posting) im Usenet. Dabei wird ein Artikel gleichzeitig in mehreren Newsgroups veröffentlicht.

  • Für den in Mails auftretenden SPAM hat sich der Begriff Junk-Mail (Müll-Mail) eingebürgert.


    Mit der zunehmenden Anzahl Nutzer im Internet steigt leider auch die Anzahl dieser unerwünschten Mails, die sich tagtäglich in unseren Mailboxen einfindet und von denen hier einige typische Beispiele zu bewundern sind. Zumeist handelt es sich dabei um Werbung, an der die Empfänger in der Regel keinerlei Interesse haben.
    Massen-Mails sind nicht nur für den Empfänger störend, sondern können erhebliche Probleme für Datenschutz- und Datensicherheit verursachen:

  • häufig sind die Mail-Adressen aller angeschriebenen Empfänger im Header der Mail erkennbar und werden damit quer durchs Netz verteilt.
  • windige Adressensammler kaufen und verkaufen Mailadressen und sind damit theoretisch auch in der Lage diverse Interessentenprofile zu erstellen. Ein Schritt mehr in Richtung "gläserner User"...
  • durch die Masse unauthorisierter Mails in der Mailbox können wichtige Mails dazwischen übersehen werden.
  • durch überlastungsbedingte Ausfälle von Mailservern können wichtige Mails verloren gehen und erhebliche Kosten entstehen.
  • SPAM verursacht auch Kosten auf Seiten des Empfängers, denn dieser finanziert die Bandbreite.

  • Da das Versenden von Nachrichten in großer Menge einfach und billig ist, ist es mittlerweilen zu einem ernsthaften Problem geworden. Nach Angaben verschiedener großer Provider verbrauchen Massen-Mails bereits heute 20-30% der im Internet verfügbaren Bandbreite!!! Allein der weltweite Download verursacht nach einer Studie der europäischen Gemeinschaft bereits Kosten in Höhe von 10 Mrd. Euro. In Deutschland sind täglich etwa 70 - 90 Mio. SPAM-Mails unterwegs...


    Woran erkennt man SPAM in Mails?

    Mittlerweilen hat sich der Begriff SPAM für jegliche Arten unerwünschter Mails etabliert. Dazu zählen Mails mit unsinnigem Inhalt (exzessive Verwendung von HTML-Inhalten), sogenannte Kettenbriefe in Mailform, Mails mit angehängten oder enthaltenen Viren und anderen Schadroutinen sowie nicht zuletzt Werbung als größtem Anteil.

    Die Kunst besteht nun darin, bestimmte häufig wiederkehrende Muster in diesen Mails zu erkennen und sie anhand dieser Muster auszufiltern. Bei Mails mit virösen Inhalten z.b. ist dies aufgrund der typischerweise enthaltenen Scripte oder Attachments recht einfach, bei Kettenbriefen oder Werbe-SPAM wird dies schon erheblich komplizierter.
    Anfangs versuchte man einzig mittels primitiver Wortfilter dem Problem Herr zu werden, was auch einige Jahre ganz ordentlich funktionierte. Hierbei wurde mittels einfacher Wortlisten nach für spamtypischen Worten und Wortkombinationen w.z.b. "Click here", "Marketing", "Buy now" o.ä. gesucht.
    Mit dem ständigen Ansteigen des SPAM-Volumens wurden diese Filter immer größer und unhandlicher sodaß man neue Methoden finden mußte. Eine dieser Methoden soll innerhalb dieses Projektes vorgestellt werden...