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Eudora.

Qualcomms Eudora bietet in seinen Mail-Clients bereits seit Version 4 diverse Filterfunktionen an, die allerdings nur im lizensierten Paid-Mode sinnvoll zur Spambekämpfung genutzt werden konnten, da auf "Regular Expressions" basierende Regeln in den anderen Modi nicht zur Verfügung standen. Seit Version 5 sind "Regular Expressions" nun auch im werbefinanzierten Sponsored-Mode, also quasi frei verfügbar. "Regular Expressions" sind die Grundlage für eine effektive Bekämpfung von Spam unter Eudora.
Eudora 5.x
Eine kurze Erklärung zu Qualcomms Modus-Lizenzmodell:

Seit Version 4 ist Eudora in verschiedenen Modi erhältlich. Im Light-Mode muß ein stark eingeschränkter Funktionsumfang akzeptiert werden, dafür ist Eudora in diesem Modus kostenfrei, leider aber für unsere Zwecke nicht nutzbar. Im Sponsored-Mode ist seit Version 5 der volle Funktionsumfang gegeben, jedoch finanziert sich dieser Modus durch ein ständig eingeblendetes Werbefenster. Vollumfänglich -und- werbefrei läßt sich Eudora nur im Paid-Mode betreiben. Sowohl der Sponsored- als auch der Paid-Mode beherrschen "Regular Expressions" und sind damit geeignet.
Als Randbemerkung soll gesagt sein, daß Eudora, insbesondere ab Version 5 einen wirklich sehr guten Mail-Client repräsentiert und eine Registrierung auf jeden Fall empfehlenswert ist!!!


Seit einigen Tagen ist Eudora in Version 6 verfügbar und bietet, zumindest im kostenpflichtigen Paid-Mode zusätzlich einen "echten" (kommerziellen) Spam-Filter an. Dieser entspricht dem Funktionsumfang des bisher angebotenen Eudora-Plugins Spamnix und arbeitet nach der auf "bedingten Wahrscheinlichkeiten" beruhenden Bayesian-Methode.
Besonders in Verbindung mit den hier aufgezeigten Möglichkeiten ergibt dies eine überaus effektive Kombination zur Spam-Bekämpfung...


Hinweise zur Konfiguration

Einige Konfigurationsschritte sind zur sinnvollen Arbeit mit Eudora allgemein und im Zusammenhang mit der Spamfilterung im besonderen notwendig.
Die Konfiguration wird über das Hauptmenue [Tools], Menüpunkt [Options] aufgerufen. Daraufhin öffnet sich das entsprechende Programmteil.
Konfiguration Schritt 1
Wichtig ist hier der Eintrag "Put text attachments in body of message" im Menüpunkt "Attachments", der gesetzt sein sollte.

Konfiguration Schritt 2
Das Gegenteil gilt für den Eintrag "Automatically Download HTML Graphics" unter Menüpunkt "Display", der deaktiviert sein sollte...

Konfiguration Schritt 3
Obwohl nicht von Bedeutung für die Funktion der Filter, sollte unter "Viewing Mail" der Eintrag "Use Microsoft's Viewer" genauso deaktiviert werden, wie der einige Einträge weiter unten befindliche "Allow executables in HTML-Content". Die Aktivierung dieser beiden Einträge zieht eine derartige Menge an offenen Scheunentoren mit sich, daß man auch gleich hätte bei Outlook bleiben können...

Konfiguration Schritt 4
Es empfiehlt sich, unter "Labels" eine Auswahl zu Name und Farbe der zur Filterung eingesetzten Markierungen zu treffen. In der Abbildung findet sich die von mir gewählte Konfiguration.